Der Schutz der
Meeresressourcen

als Garant unserer künftigen Ernährung

Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen ernähren die Ozeane weltweit 3 Milliarden Menschen. Jedoch befinden sich nach Ansicht des französischen Amts für Biodiversität und Meeresschutz 95% der Meeresarten und 94% der Meereslebensräume in einem schlechten Zustand.

Diese besorgniserregende Feststellung sorgte beim bretonischen Konservenhersteller CHANCERELLE - mit Sitz in Douarnenez - für ein Bewusstsein für den unerlässlichen Schutz der Meeresressourcen, um auch weiterhin nachhaltig Meeresprodukte anbieten zu können.

Wie? Durch die Einführung und Förderung eines unterstützenden Ansatzes für eine verantwortungsvolle Fischerei, die Fischereiberufe und Produktqualität schützt und auch für mehr Transparenz sorgt.

Ein Ansatz, der sich
im Laufe der Zeit entwickelt hat

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Die Pioniere
der nachhaltigen Fischerei

Die Pioniere
der nachhaltigen Fischerei

Bereits vor der Umsetzung dieses Ansatzes in den 1990er-Jahren, hatten sich Organisationen (NGOs, Verbände...) mit diesem Thema befasst und Lösungen vorgeschlagen. Dies gilt insbesondere für weltweite Organisationen, die nachhaltige Fischereipraktiken fördern und für Umweltauswirkungen sensibilisieren.

Infolgedessen wurden Logos geschaffen, um Produkte aus nachhaltiger Fischerei zu kennzeichnen und den Verbrauchern eine fundierte Auswahl zu ermöglichen. Ihr Ziel ist es, den Verbrauchern zu garantieren, dass die Meeresfrüchte nachhaltig und unter Berücksichtigung der Fischbestände und der marinen Lebensräume gefischt wurden. Es ist jedoch anzumerken, dass sich diese Siegel ausschließlich auf die Fischerei konzentrieren, ohne Garantien für die Produktqualität oder insbesondere die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten zu bieten.

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Die kollektive Charta
der Konservenhersteller:

8 Themen für ein
nachhaltiges Engagement

Die kollektive Charta
der Konservenhersteller:

8 Themen für ein
nachhaltiges Engagement

Im Jahr 2014 trafen sich die 14 Akteure der Fischkonservenindustrie (Unternehmen der Gruppe „Poissons conservés“ der FIAC - Fédération des Industries d’Aliments Conservés). Es ging darum, eine kollektive Verpflichtungscharta zu definieren und zu verfassen, die sich auf 8 Schlüsselthemen konzentriert. Sie stellt jedoch nur eine Basis für ein gemeinsames Engagement dar, die nicht im Detail auf die Herausforderungen einer verantwortungsvollen Fischerei für die verschiedenen Arten eingeht.

Die Meeresressourcen schützen

Diese Verpflichtung umfasst die ausschließliche Beschaffung aus legalen und zertifizierten Fischereien, eine strenge Überwachung des Fischbestands auf der Grundlage der Arbeiten der CITTPM (Confédération des Industries de Traitement des Produits de la Pêche Maritime et de l’Aquaculture -Französischer Verband der Unternehmen der Verarbeitung von Meeresfischerzeugnissen und Aquakultur) sowie eine Einkaufspolitik, die den Schutz der Ressourcen verschiedener Fischarten berücksichtigt.

Nachhaltige Fischerei fördern

Dies bedeutet, sich für eine nachhaltige und verantwortungsvolle - die Biodiversität respektierende Fischerei – einzusetzen und anerkannten Organisationen (ISSF – International Seafood Sustainability Foundation…) beizutreten, sich von zertifizierten Fischereien beliefern zu lassen sowie klare Anforderungen an Lieferanten zu definieren. Dieser Ansatz umfasst auch die Einhaltung der Regeln der ORGP (regionale Fischereiorganisationen) sowie die Förderung guter Praktiken in der Thunfischfischerei mittels kontrollierter Lieferketten.

Soziale, ökologische und wirtschaftliche CSR-Belange in die Unternehmensaktivitäten integrieren

Es geht darum, die Auswirkungen [SL8.1]der Aktivitäten auf Umwelt und Gesellschaft zu reduzieren, indem man sich gemeinsam für ein verantwortungsvolles Energie- und Wassermanagement einsetzt, insbesondere durch Prozessoptimierungen. Dies beinhaltet auch die Förderung der Sortierung, des Recyclings und der Verwertung von Verpackungen und Nebenprodukten. Schließlich erfordert es die Einhaltung der von der IAO (Internationale Arbeitsorganisation) definierten Grundprinzipien und Arbeitsrechte, und zwar unabhängig vom Produktionsort sowie die Entwicklung der französischen Küstenwirtschaft durch die Schaffung und den Erhalt Tausender von Arbeitsplätzen.

Die Produktqualität streng kontrollieren

Konkret bedeutet dies, Rohstofflieferanten sorgfältig auszuwählen und strenge Kontrollen der Endprodukte einzuführen. Es umfasst aber auch die gewissenhafte Einhaltung geltender europäischer Vorschriften für Fischkonserven und, wo es möglich ist, die Durchführung von Maßnahmen zur Entwicklung höherer Qualitätsstandards.

Optimale hygienische Sicherheit gewährleisten

Operativ bedeutet dies die strikte Anwendung des Leitfadens für gute Hygienepraktiken und die Umsetzung der HACCP-Grundsätze, um Gefahren im Zusammenhang mit der Lebensmittelhygiene zu verhindern und zu identifizieren. Dies umfasst auch die Erweiterung der kollektiven Datenbank zur hygienischen Qualität von Produkten, die von der CITTPM eingerichtet wurde sowie die Zertifizierung von Produktionsstätten oder jeglicher privater Referenzsysteme (IFS, BRC etc.) durch eine unabhängige dritte Stelle.

Eine lückenlose Rückverfolgbarkeit gewährleisten

Hierfür ist es erforderlich, den Lieferanten jeglichen Umschlag auf See zu untersagen, Überwachungssysteme zu nutzen, um eine präzise Rückverfolgbarkeit in jeder Phase der Fischkonservenherstellung ab dem Schiff zu gewährleisten sowie sich zu verpflichten, diese Daten auf Anfrage mitzuteilen.

Die Nährwerte der Fische zu wahren

Hier geht es um die korrekte Anwendung von Zubereitungstechniken für Fisch, die dessen Nährwerte (Omega-3, Proteine…) erhalten und gleichzeitig schmackhafte Rezepte anbieten. Darunter versteht man aber auch die Anbringung einer Nährwertkennzeichnung sowie zuverlässiger, datenbasierter Informationen. Schließlich sollen praktische und zeitgemäße Produkte zur Verfügung gestellt werden, um den Fischkonsum stärker zu fördern und zu unterstützen.

Eine bürgerschaftliche Rolle erfüllen

Dabei geht es um die Wahrung, Pflege und Förderung eines einzigartigen Know-hows, und zwar durch Innovation und Wahrung von Traditionen, um den Verbrauchern so hochwertige Fischkonserven anzubieten.

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2015: Eine verantwortungsvolle
Einkaufspolitik

auf 4 Säulen

2015: Eine verantwortungsvolle
Einkaufspolitik

auf 4 Säulen

Im Jahr 2015 führte die Firma CHANCERELLE in ihrem Unternehmen eine Fischeinkaufspolitik ein, die auf 4 Säulen basiert:

Soziale Anforderungen

Management der Meeresressourcen

Produktqualität

Transparenz

Konkret geht es in der Säule der Ressourcenschonung beispielsweise darum, die wissenschaftlichen Empfehlungen sowie die der NGOs im Hinblick auf den Zustand der Fischbestände zu berücksichtigen und einzuhalten.

Für die Produktqualität geht es darum, eine optimale Frische des Fisches zu gewährleisten.

Was die sozialen Anforderungen betrifft, so sollen gute soziale Bedingungen an Bord der Fischereischiffen gewährleistet werden.

Schließlich sorgt CHANCERELLE im Bereich der Transparenz für eine vollständige Rückverfolgbarkeit seiner Produkte, vom Meer bis auf den Teller.

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Bureau Veritas,
Garant der Strenge
des Ansatzes

Bureau Veritas,
Garant der Strenge
des Ansatzes

Im Laufe der Jahre hat sich diese Fischeinkaufspolitik weiter entwickelt und zur Ausarbeitung eines Pflichtenhefts geführt. Dieses war zunächst in 36 Bewertungskriterien unterteilt und wurde ab 2019 von Bureau Veritas - einer unabhängigen, externen und auf Zertifizierung spezialisierten Organisation - kontrolliert. Diese Bewertung ermöglicht es festzustellen, ob unsere Fischbeschaffungen in Bezug auf jede der vier Säulen über den Marktstandards liegen.

Auf einer Skala von –2 bis +2 muss die erreichte Gesamtpunktzahl in den Säulen Produktqualität, soziale Anforderungen und Transparenz über 0 liegen (wobei 0 dem Marktstandards entspricht) und in der Säule Beschaffung von Meeresressourcen über 0,5, damit der Rohstoff den Kriterien für das Label „Nachhaltiger Fischfang“ entspricht.

Die Einführung unseres Ansatzes „Nachhaltiger Fischfang“ setzt die regelmäßige Durchführung von Audits sowohl im Unternehmen als auch bei Partnerstandorten durch Bureau Veritas voraus. Diese Organisation schlägt anschließend Aktionsprogramme und Empfehlungen vor, die sich auf die vier Säulen beziehen.

05

Engagieren Sie sich
mit uns

Engagieren Sie sich
mit uns

Wir stellen Ihnen alle Bestandteile des Ansatzes zur Verfügung – vom vollständigen Pflichtenheft über die Details der 46 Bewertungskriterien bis hin zu den Labels.

Das Pflichtenheft, das den von der Firma CHANCERELLE initiierten Ansatz „Nachhaltiger Fischfang“ detailliert beschreibt, ist für jedermann einsehbar. Unternehmen, die diesen Ansatz übernehmen möchten, können dies tun, sofern sie sich regelmäßigen Audits durch Bureau Veritas – die unabhängige Kontrollorganisation – unterziehen, die die Konformität der Praktiken überprüft und bestätigt.

Einst basierte der Ansatz auf 36 Bewertungskriterien; inzwischen umfasst er 46 Kriterien, die den vier Säulen unseres Programms „Nachhaltiger Fischfang“ zugeordnet sind: Beschaffung von Meeresressourcen, Produktqualität, soziale Anforderungen und Transparenz. Das Lastenheft ist Teil eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, der durch den regelmäßigen Austausch mit Organisationen (CITPPM, Ifremer...) und NGOs wie WWF und Greenpeace bereichert wird.

Produkte, die nach den Kriterien der verantwortungsvollen Fischerei kontrolliert wurden, sind seit 2020 im Regal durch ein auf der Vorder- oder Rückseite der Produkte angebrachtes Label erkennbar. Der Hinweis „kontrolliert durch eine unabhängige Organisation“ garantiert die Stichhaltigkeit und Zuverlässigkeit des Ansatzes.